Bergretter waren schwer gefordert

29. Januar 2019

Zweitägige Winterübung auf der Forsteralm

Bergretter und andere Freiwillige standen in diesem Winter schon mehrfach im Fokus des Geschehens, sie schaufeln, analysieren Gefahren – tagelang war das Land im Ausnahmezustand.  Nur durch ständiges Üben kann ein Bergretter den vielfachen Anforderungen gerecht werden. 44 Bergretter und Bergretterinnen der Ortsstellen Amstetten und Waidhofen/Ybbs, darunter auch vier Aufnahmekandidaten,  absolvierten gemeinsam zweitägige Schulungen am vergangenen Wochenende mit Bezug auf winterliche Rettungseinsätze und ganz besonders in Lawinenrettung auf der Forsteralm in Gaflenz.

In mehreren Gruppen wurden das weitreichende Spektrum an medizinischer alpiner Erstversorgung, Transport und Lagerungen im Akja und Bergrettungstechniken geübt. Ein weiteres Schwerpunktthema war die Schneelawine, was aufgrund des dramatischen Winters der letzten Wochen aktueller denn je ist. Auf der Forsteralm herrschten für die Übungsannahmen mit mehr als 125 cm Schneelage die besten Voraussetzungen. Am Sonntag gab es eine Lawineneinsatzübung,  dabei wurde vor allem auch das rasche Sondieren mittels Menschenkette geübt, zu der man eine größere Anzahl von Helfern braucht. Die Übungsbedingungen waren durch das schöne Wetter ideal und alle Bergretter waren höchst motiviert bei der Arbeit. Alle Bergretter und Anwärter haben ihr Wissen und Können weiter perfektioniert – die Bergretter – sind bestens gerüstet.

Erste Hilfe


Rodelunfall am Schnabelberg/Hahnlreith

Am frühen Sonntagnachmittag des 20. Jänners wurden die Bergretter unmittelbar nach der Übung  zu einem Einsatz am Schnabelberg auf der Hahnlreitwiese alarmiert. Vier Personen hatten den wunderschönen Tag genutzt  um eine Rodelpartie am Hausberg der Waidhofner zu unternehmen. Eine Rodlerin übersah den verschneiten Weg, der quer über die Hahnlreith-Wiese führte, und dieser entpuppte sich als quasi als Sprungschanze. Der  Sturz war fatal, di Frau zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Sieben Bergretter stiegen vom Haus „Oberreitbauer“ über meterhohe Schneeverwehungen zur Verunfallten auf. Nach entsprechender Erstversorgung begann der Abtransport per Akja, wobei noch zwei, die Abfahrt versperrende, quer liegende Bäume freigeschnitten werden mussten. Etwa zwei Stunden nach Einsatzbeginn konnte die Verletzte beim Haus „Oberreitbauer“ der Rettung des Roten Kreuzes Waidhofen übergeben werden. 

Akia im Schlepptau

Bergrettung bei Schmiedeweihnacht

22. Dezember 2018

Am 3. Adventwochenende trat die Bergrettung Ortsstelle Waidhofen wieder bei der Schmiedeweihnacht in Ybbsitz in Aktion. Unter der Organisation von Einsatzleiter-Stv. Christian Wiesbauer wurden  bei der „Jubiläumsschleife“ (2 km außerhalb vom Ortskern) am Wasserfallweg unterhalb der Erlebnisbrücke als letzte Station Maroni gebraten und warme Getränke ausgeschenkt. Außerdem wurde von den Bergrettern ein Shuttleservice mit Bussen vom Markt bis zur Haltestelle zwischen großem und kleinem Nothberg angeboten.

So eine große Veranstaltung wäre ohne die freiwillige Mithilfe der Vereine nicht zu bewältigen!

Bild 1

Damit es keine Katastrophe wird….

19. Oktober 2018

Katastrophenübung des Bezirks Amstetten (samt  der Statutarstadt Waidhofen)

Am Samstag, dem 13. Oktober,  wurde eine großangelegte Katastrophenhilfsdienstübung im Bezirk Amstetten im Großraum Waidhofen angelegt, mit insgesamt 425 Personen und 71 Fahrzeugen der Blaulichtorganisationen Feuerwehr, Polizei, Rettung, Wasserrettung und der Bergrettung.  Die Führungsstelle wurde im FF-Haus der FF Wirts eingerichtet, wo der Führungsstab die einzelnen Aufgaben übernahm und die Einsatzkräfte koordiniert wurde. Folgende Schadensereignisse wurden angenommen und mussten von den Blaulichtorganisationen als überörtliche Hilfeleistung abgearbeitet werden.

  • Brand in einer Jugendherberge – mehrere Jugendliche waren im Gebäude eingeschlossen, einige waren davon gelaufen) – Einsatz der Bergrettung, um die vermissten Jugendlichen zu finden, die sich im angrenzenden Wald zu suchen.
  • Ölaustritt beim Kraftwerk Schwellöd (4000 bis 5000 Liter ausgelaufen, Ölsperren musstet errichtet und Schadstoff abgepumpt werden)
  • Felssturz auf Ybbstalradweg (10 Personen eingeschlossen und teilweise eingeklemmt), auch bei diesem Szenario waren die Bergretter aktiv.
  • Windwurf mit Verkehrsunfall im Bereich B 31 Ofenloch, 6 Personen zum Teil in PKWs eingeklemmt, Menschenrettung aus Fahrzeugen und der Ybbs)
  • Brand in einem Industriebetrieb (Explosion im Kesselraum, starke Rauchentwicklung, zwei Personen vermisst)