Archiv für Kategorie ‘Übungen’

Wenn‘s ernst wird – Querfeldein am Schnabelberg/Waidhofen

2. Juli 2018

Vor Kurzem trafen sich die Mitglieder der österreichischen Bergrettung, Ortsstelle Waidhofen bei einer Übung auf ihrem Hausberg, dem Schnabelberg. Zwei Bergretter übernahmen die Vorbereitung der Übung, die sie einfach „Querfeldein“ nannten, um allgemein die Techniken und die einzelnen Handgriffe zur Rettung von Personen zu üben und zu verbessern. Für neun Bergretter und einen Auszubildenden ging´s ab ins schwer zugängliche, unwegsame und absturzgefährliche Gebiet. Dort wurden einige mögliche Situationen durchgespielt und der Ernstfall simuliert. Den ganzen Tag über waren die Bergretter gefordert. Bei dieser sehr anspruchsvollen und kräfteraubenden Übung waren neben den üblichen bergrettungstechnischen Anforderungen und Können auch Kommunikation und Taktik gefragt.

„Es war eine große Herausforderung, die Übung wurde geheim vorbereitet, das heißt keiner wusste im Vorfeld über Ort und Gegebenheiten Bescheid. Die Kollegen mussten Entscheidungen treffen und so schnell wie möglich reagieren“, so Markus Kuttner, einer der beiden Übungsleiter, die sich sehr zufrieden über die Einsatzfreudigkeit und die Teamfähigkeit ihrer Bergrettungskollegen zeigten.

Katastrophenschutzübung im Bezirk Scheibbs

4. Oktober 2017

800 Retter proben Ernstfall

Am 22. September ging die Landeskatastrophenübung im Bezirk Scheibbs über die Bühne. Über den ganzen Tag zogen sich verschiedenste Horrorsezenarien, vom Waldbrand bis zum Erdbeben über die Menschrettung von 110 Personen, die auf Hilfe am Lift zum Großen Ötscher geduldig warteten.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften fand sich an der Talstation des Ötschers ein, 800 Helfer aus 17 verschiedenen Organisationen, darunter auch die Bergrettung, der ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Rotes Kreuz, Bundesheer  u.v.a.m.

Die Ortsstelle Waidhofen war mit 2 Liftbergeteams und einer Bodeneinsatzgruppe bei dieser Großübung vertreten.

Der zuständige LR Stephan Pernkopf zeigte sich erfreut über die reibungslose Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen: „Es wird für den Ernstfall geprobt, um im Notfall vorbereitet zu sein, zur Sicherheit der Bevölkerung!“

NOEKAT 01

Nur wer in Übung bleibt kann perfekt helfen

4. Oktober 2017

Beinahe täglich hört man in den Medien über schreckliche Unfälle am Berg, Bergretter sind im Einsatz. In Trainings werden diese vielfältigen Handgriffe in vorbereiteten Übungen routiniert.

Friesling Abseilen

Unfallszenario: Am Gebiet des Frieslings ereignete sich ein folgenschwerer Unfall eines Forstarbeiters bei der Holzbringung am 26. August.

Am 26. August wurde eine weitere Bergrettungsübung am Friesling (Danke dem Grundeigentümer KR Helmut Welser) durchgeführt mit folgendem Szenario – ein Forstarbeiter verunfallt beim Holzschlägern. Als Statisten fungierten Bergretter Arnold Stiegler und Förster Dominik Ebner, der auch gleich beim Almbauern die Rettungskräfte alarmierte. Rasch fuhren die Kameraden zum Einsatzort.* Zuerst seilten sich die Bergretter zur Unfallstelle ab und begannen gleich mit der Versorgung des Verletzten. Danach wurde für den schonenden Abtransport des Patienten aus dem unwegsamen Gelände eine Seilbahn gebaut. Das Opfer wurde mittels Gebirgstrage in Sicherheit gebracht. Die beiden Übungsleiter Markus Kuttner und Ernst Bair waren mit der Arbeit der Kollegen sehr zufrieden: „Die Übung im schwer zugänglichen Gelände und das Aufbauen der Seilbahn stellte eine besondere technische Herausforderung dar. Der Rettungseinsatz verlief wie am Schnürchen, die Arbeitsabläufe gingen Hand in Hand.“ Bei dieser Gelegenheit weisen die beiden auch gleich auf das wichtige Thema „Handynotruf“ hin. „Im Falle eines Unglücks ist es überlebenswichtig, immer ein Handy samt vollaufgeladenen Akku (im Winter getrennt vom Lawinenverschüttetensuchgerät) bei sich zu haben! Bei Handyempfang Notruf 140 absetzen, sollten Sie kein Netz haben, Handy ausschalten und statt des Pin-Codes gleich 112 wählen.“