Einsatzübung der Bergrettung Waidhofen

24. Oktober 2016

 

Übungsannahme war, dass ein Jäger, der im Bereich Friesling alleine unterwegs war, nicht mehr zur Jagdhütte zurückgekehrt ist und von seinen Jagdkollegen beim Notruf 140 als vermisst gemeldet wurde.

Die Ortsstelle Waidhofen wurde von der Leitstelle per SMS alarmiert. Nach Eintreffen der Bergretter in der Zentrale, wurden diese vom Einsatzleiter in 2 Gruppen eingeteilt und mit der notwendigen Ausrüstung ausgestattet. Dann ging es zu dem Hochstand, wo der Vermisste Jäger von seinen Jagdkollegen zuletzt gesehen wurde. Die Einsatzleitung blieb in der Zentrale, wo sie mit Hilfe einer speziellen Software (eines Programmes) die genaue Position der Suchtrupps mitverfolgen und koordinieren konnte. Die beiden Gruppen suchten zu Beginn in unterschiedlichen Richtungen. Mit Hilfe eines weiteren Hinweises der Leitstelle, konnte das Suchgebiet eingegrenzt werden. So wurde der vermisste Jäger sehr rasch im Steilgelände gefunden und erstversorgt. Aufgrund der Dunkelheit war eine Taubergung mit dem Hubschrauber nicht mehr möglich, daher musste der Verletzte Jäger mit der Gebirgstrage auf die nächste Forststraße abgeseilt werden. Dort wurde er an das Rettungsteam übergeben.

Bei dieser Übung konnten die Bergretter der Ortsstelle Waidhofen wieder einen Teil ihres großen Einsatzgebietes näher kennenlernen und dabei die Orientierung im Gelände, die Kommunikation per Funk, die Seiltechniken, den Einsatz der Spezialbeleuchtung und die Erstversorgung üben. Bei der Abschlussbesprechung im Gut Teuretzbach zeigte sich ganz klar, dass die Bergretter der Ortsstelle Waidhofen für Sucheinsätze in der Nacht bestens gerüstet und geschult sind.

Bedanken möchten wir uns beim Förster der Forstverwaltung Stift-Seitenstetten, Hr. Thomas Handsteiner, der uns diese Übung ermöglicht hat.

 

Verletzte wird in die Gebirgstrage eingebracht

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