Nur wer in Übung bleibt kann perfekt helfen

4. Oktober 2017

Beinahe täglich hört man in den Medien über schreckliche Unfälle am Berg, Bergretter sind im Einsatz. In Trainings werden diese vielfältigen Handgriffe in vorbereiteten Übungen routiniert.

Friesling Abseilen

Unfallszenario: Am Gebiet des Frieslings ereignete sich ein folgenschwerer Unfall eines Forstarbeiters bei der Holzbringung am 26. August.

Am 26. August wurde eine weitere Bergrettungsübung am Friesling (Danke dem Grundeigentümer KR Helmut Welser) durchgeführt mit folgendem Szenario – ein Forstarbeiter verunfallt beim Holzschlägern. Als Statisten fungierten Bergretter Arnold Stiegler und Förster Dominik Ebner, der auch gleich beim Almbauern die Rettungskräfte alarmierte. Rasch fuhren die Kameraden zum Einsatzort.* Zuerst seilten sich die Bergretter zur Unfallstelle ab und begannen gleich mit der Versorgung des Verletzten. Danach wurde für den schonenden Abtransport des Patienten aus dem unwegsamen Gelände eine Seilbahn gebaut. Das Opfer wurde mittels Gebirgstrage in Sicherheit gebracht. Die beiden Übungsleiter Markus Kuttner und Ernst Bair waren mit der Arbeit der Kollegen sehr zufrieden: „Die Übung im schwer zugänglichen Gelände und das Aufbauen der Seilbahn stellte eine besondere technische Herausforderung dar. Der Rettungseinsatz verlief wie am Schnürchen, die Arbeitsabläufe gingen Hand in Hand.“ Bei dieser Gelegenheit weisen die beiden auch gleich auf das wichtige Thema „Handynotruf“ hin. „Im Falle eines Unglücks ist es überlebenswichtig, immer ein Handy samt vollaufgeladenen Akku (im Winter getrennt vom Lawinenverschüttetensuchgerät) bei sich zu haben! Bei Handyempfang Notruf 140 absetzen, sollten Sie kein Netz haben, Handy ausschalten und statt des Pin-Codes gleich 112 wählen.“

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