Lawineneinsatz am Hochkar

1. Februar 2015

Auf eine gesperrte Piste im Skigebiet Hochkar bei Göstling an der Ybbs/NÖ ist am 31. Jänner eine Lawine abgegangen. Die Lawine wurde von zwei flüchtigen Variantenfahrern ausgelöst. Zur Zahl der Verschütteten gab es laut Augenzeugen widersprüchliche Angaben. Ein Skifahrer, der in dem Bereich Karabfahrt unterwegs war, wurde teilverschüttet. Er konnte lebend, aber verletzt geborgen werden. Der Gerettete wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
Für die Bergrettung NÖ West gab es Gebietsalarm und ein Großaufgebot an Bergrettern der Ortsstellen Göstling, Lackenhof, Lunz und Hollenstein, sowie zwei Lawinenhunde rückten aus. Ebenso im Einsatz waren die Alpinpolizei und die Flugpolizei mit dem Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie die ÖAMTC Hubschrauber Christophorus C10 und C15. Die Hochkar Bergbahnen GesmbH hat die Suchaktion mit allen verfügbaren Mitarbeitern und Gerät unterstützt. 65 Einsatzkräfte waren in Summe im Einsatz.

Die Lawine war um 12.30 Uhr auf die gesperrte schwarze Piste „8“ (Karabfahrt) abgegangen. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte unmittelbar danach durch Augenzeugen. Laut dem „Einsatzleiter Berg“ Andreas Etzler wurde der Lawinenkegel mehrmalig mit Lawinenhunden abgesucht und von den Mannschaften auch mehrfach sondiert. Die Suche wurde am späten Nachmittag eingestellt, teilten der Gesamteinsatzleiter Robert Blamauer und der Gebietseinsatzleiter Christian Wiesbauer mit.

Derzeit herrscht generell auf den niederösterreichischen Bergen und im steirisch-oberösterreichischen Grenzraum Lawinenwarnstufe 3 (erhebliche Lawinengefahr). Die Lawinensituation wird sich auch am Sonntag nicht ändern. Insbesondere abseits der Pisten ist äußerste Vorsicht geboten.

(Hubert Köttritsch)

Die Bergrettung Waidhofen/Ybbs war mit 4 Mann vor Ort, die gerade privat in der Gegend unterwegs waren.

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